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Neuburg an der Donau |
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Freitag, 29. April 2005 Der Telök - "Godzilla, Kaiserin von Österreich" Damit das von Anfang an klar ist, DER TELÖK macht keine stand-up-comedy!!! Ja um Himmels Willen, was denn dann, gibt’s da überhaupt was anderes??? Natürlich! Es gibt das infernale Komik-Duo aus dem Herzen des Ruhrgebiets, Dirk Sollonsch und Martin Fromme, alias DER TELÖK. Ihres Zeichens die wohl ungewöhnlichsten Zechenbetreiber Deutschlands, denn aus ihrem Humorbergwerk fördern sie voller Wonne tonnenweise schräge Gags der Marke steinkohlenschwarz ans Tageslicht. Da, wo andere lediglich eine Bühnenfigur kultivieren, bringen die zwei gebürtigen Wanne-Eickeler ganze Wagenladungen voll absurder Szenen und grotesker Gestalten ins Spiel. Wieselflink geben sich Typen und Themen die Klinke in die Hand und immer sind die beiden „sympathischen Vollblutkomiker” (BZ) bereit, sich dabei genüsslich vom Improvisationsteufel reiten zu lassen. Wenn die Spaßfabrik der zwei „hinreissend verdorbenen Gurken” (WAZ) erst mal auf Hochtouren fährt, dann ist nichts mehr niet- und nagelfest, Pardon wird nicht gewährt, heilig ist niemand und alles kommt in die Wurst. Egal ob wunderbar verknorzte Kostümierung, Filmeinspielung, Tanzeinlage oder Gesangsduett, der Telök holt getreu dem Motto „abgedreht, überdreht und durchgedreht” jeden Hammer aus der Werkzeugkiste und nagelt drauf los, was das Zeug hält. Auf ihrem Weg, das dreckige Dutzend voll zu machen, verpassen sie daher dem beschaulich vor sich hin dümpelnden Comedy-Genre mit ihrem elften Programm einen EINLAUF, der sich gewaschen hat und kreieren ihr telöksches Paralleluniversum. Oder haben Sie schon einmal Winnetou und Old Shatterhand im Kampf mit Ernst August von Hannover gesehen? Was haben Galileo Galileis Prostatabeschwerden mit dem ZDFTraumschiff zu tun? Haben Margot und Maria Hellwig ein Verhältnis mit Reinhold Messners Mutter? Kann ein Mensch ein Auto sein? Warum kann uns unser Schutzengel nicht vor Vorwerk-Vertretern und den Zeugen Jehovas beschützen? Holt Michael Jackson Olympisches Gold bei der rhythmischen Sportgymnastik?
Fragen über Fragen, die nur der Telök beantworten kann. Und auch die Antwort auf die Mutter aller Fragen kennen nur die beiden „deutschen Monty Pythons“ (PRINZ): Wo sonst kann es passieren, dass man gerade noch mitten im Publikum sitzt, sich aber schon im nächsten Augenblick als Ochse oder Esel beim telökschen Krippenspiel auf der Bühne wiederfindet? Tja, beim Telök ist eben jede Reihe die erste Reihe. Doch kein Grund zur Panik, eigentlich ist die Sollonsch/Fromme-Doppelpackung super lieb… und sie hat auch immer einen Rettungssanitäter dabei. Rotzfrech werden die beiden erst dann, wenn sie sich gegenseitig triezen dürfen. Dabei kann durchaus schon mal Frommes Behinderung (ihm fehlt der linke Unterarm) aufs Tablett kommen, „…na ja, dafür ist mein Partner Dirk nur so groß wie ein Erdferkel, füllt aber dank Speckbauch dafür 50 Prozent der Bühne!” (Zitat: Martin Fromme). Kurzum, der Telök, das ist einfach so, als würden die Marx-Brothers gemeinsam mit Monty Python den Humoracker mit dem Turbo-Traktor statt mit dem Ochsenkarren bearbeiten. Oder, um die Worte unseres Ex-Bundespräsidenten Johannes Rau zu benutzen: „Sagt doch, was ihr wullt, der Telök ist einfach Kult!“ Mehr Infos zum neuen Programm: Eine Überdosis Wahnwitz mit dem körpereigenen Wirkstoff Telökin. Irrsinnig rasant und schwarz bis auf die Knochen. Jeder und alles bekommt von den beiden sein Fett ab. Dirk Sollonsch und Martin Fromme halten sich nicht mit dem Florett auf, sondern holen lieber gleich den Morgenstern aus dem Spaßarsenal und walzen respektlos nieder, was sich nicht schnell genug wegduckt. Agent 007 alias James Bond wird durch die Müllberge der jährlichen Love Parade gehetzt. Lara Croft entflieht den Fesseln ihres Computerspiels und torkelt haltlos in die Arme von Kai Pflaume, dem trotz seines flehentlichen „Nur die Liebe zählt“ auch kein Pardon gewährt wird. Im Schnelltakt schlagen die Pointen zu wie Mausefallen, plötzlich, unerwartet und da, wo es weh tut. Während gerade noch im Verkehrskindergarten zukünftige Amokfahrer herangezüchtet werden und zwei enthemmte Security-Men für Sicherheit und Ordnung sorgen, fechten im nächsten Augenblick ALDI und LIDL ihren ultimativen Verdrängungswettbewerb per obskurer Ruhrbegietsoper auf der Bühne aus. Und endlich: DER TELÖK goes to the movies und präsentiert die Kinopremiere von „Godzilla, Kaiserin von Österreich“. Ein chineastischer Leberhaken, irgendwo angesiedelt zwischen Vom Winde verweht und Angriff der Killertomaten. Kurzum, die zwei Meister der Telökinese mixen auch in ihrem neunten Programm virtuos den Charme von Sunnyboys mit der Beißfreude von Bluthunden. Sie kennen keine Schontaste, sondern feuern ihre liebevollen Fiesitäten im Schleudergang ab. Und bei alldem müssen die beiden mit zusammen mit gerade mal drei Armen (Martin Fromme fehlt der linke Unterarm) und einer Gesamtgröße von kaum drei Metern (Dirk Sollonsch ist allenfalls so groß wie ein handelsübliches Bügelbrett) auskommen. Aber auch diese Umstände beziehen die beiden Chaoten genussvoll in ihr abgedrehtes Paralleluniversum ein.
DER TELÖK ist weder männlich
noch sachlich, sondern nur – schrecklich...gut! Karten
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